Cannibal Girls – Der Film mit der Warnglocke als Mediabook

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Mit „Cannibal Girls“ startet Anolis Film mit einer umfangreichen 3-Disc Mediabook Veröffentlichung ins neue Jahr, die gleich von mehreren Glockenschlägen begleitet wird. Und das ist in der Tat wörtlich zu nehmen, schließlich handelt es sich bei „Cannibal Girls“ um den legendären Film von Ivan Reitmann mit der Warnglocke.

Die meisten Filmfreunde werden jetzt beim Namen Ivan Reitmann vermutlich als erstes an „Ghostbusters“ denken, bei dem er als Regisseur und Produzent fCannibal-Girls-Aushangfotoungierte. Aber der findige Kanadier und Produzent (u.a. der „Beethoven“-Filme, „Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch“ und „Kindergarten Cop“), hatte bereits zuvor bei einigen kruden Horror- und Exploitation Filme seine Finger im Spiel. Darunter auch die beiden Kultfilme „Parasiten-Mörder“ und „Überfall der teuflischen Bestien“ mit Marilyn Chambers, die Regisseur David Cronenberg in die Herzen aller Horror-Fans katapultierten.

Aber noch vor der Produktion dieser beiden Meisterwerke, inszenierte er selbst einen Film, den ein Mitarbeiter des amerikanischen Vertriebes AIP „wohlwollend“ als das größte Stück Scheiße, das er je gesehen hat, bezeichnete.
Definitiv eine maßlose Übertreibung, speziell, wenn man sich das sonstige Programm von AIP anschaut. Trotzdem ging der Verleih kein Risiko ein und spendierte dem Film ein Feature, dessen Bezeichnung bei den Fans fast noch bekannter ist als der eigentliche Titel: „Der Film mit der Warnglocke!“.

Aushangbild CANNIBAL GIRLS Und wenn ein Film schon solch ein einzigartiges Gimmick bietet, hat man sich bei Anolis Film auch dazu entschlossen, diesen in einer besonderen Form zu präsentieren und so wird „Cannibal Girls“ als 3-Disc Mediabook erscheinen.
Doch zuvor noch ein kurzer Blick auf den Inhalt, sofern man den damals in 9 Tagen abgedrehten Streifen noch nicht oder nie gesehen haben sollte…

Inhalt:
Als der Wagen von Clifford und Gloria in der Nähe der Kleinstadt Farnhamville den Geist aufgibt, beschließt das frisch verliebte Turtelpaar, in dem geruhsamen Ort ein schönes Wochenende zu verbringen. Sehr empfohlen wird ihnen ein kleines Feinschmecker-Restaurant am Ende einer wenig befahrenen Straße. Doch der liebliche Schein des kleinen Städtchens trügt: Schmerzhaft müssen Gloria und Cliff erfahren, dass das Restaurant unter der Führung der drei Grazien Anthea, Clarissa und Leona und des höchst dubiosen Reverend Alex vor allem deshalb so beliebt ist, weil dort die Leibspeise der Stadtbewohner auf der Karte steht: Menschenfleisch in allen Variationen.

Cannibal-Girls-Packshot CG aDisc 1 präsentiert den Film neu-restauriert auf Blu-ray. Neben den Extras der kanadischen BD (u.a. die Featurettes „Cannibal Guys“ und „Meat Eugene“) gibt es natürlich wieder exklusives Bonusmaterial.
Darunter befinden sich ein informativer und unterhaltsamer Audiokommentar von Ingo Strecker und Thomas Kerpen sowie eine Einleitung von Crazies-Star Lynn Lowry, die so einige Erfahrungen mit Herrn Reitman sammeln konnte.

Disc 2 beinhaltet dieselbe Ausstattung auf DVD. Natürlich kann man auf beiden Medien auswählen, ob man den Film mit oder ohne Warnglocke schauen möchte. Und das logischerweise in Englisch und Deutsch.

Mit Disc 3 weckt man bei Anolis Film nostalgische Erinnerungen an die Besuche in den legendären Drive-In-Kinos. Die als Grindhouse-Version betitelte Disc beinhaltet eine Abtastung einer alten deutschen 35mm Kopie.
Und wurde ohne wenn und aber so auf die DVD gebannt: Kratzer, Rauschen, Filmrisse – all das, was die Besuche in den Autokinos im Rückblick so besonders machten (falls man nicht gerade auf der Rückbank beschäftigt war), ist dort zu finden. Und noch ein bisschen mehr, was man uns aber noch nicht verraten hat …

Das „Cannibal Girls“ Mediabook erscheint am 31. Januar 2014 und kommt in 2 limitierten Cover-Varianten daher. Cover A zeigt das US-Plakat und ist auf 750 Stück limitiert. Cover B ziert das deutsche Artwork und wurde auf 500 Stück limitiert.
Natürlich bietet das Mediabook wieder ein mit 28-Seiten umfangreich ausgefallenes Booklet, in welchem Autor Ralf Hess u.a. auf die kuriosen Produktionsumstände eingeht.

Weitere Informationen zu „Cannibal Girls“ und weiteren Filmen von Anolis Film unter: www.anolis-film.de