Neil Gaiman öffnet mit Coraline Comic die Tür zum Gruseln!

Neil Gaiman gilt nicht nur wegen „Coraline“ als einer der genialsten Fantasy-Autoren unserer Zeit. So sind seiner Feder brillante Comic-Geschichten, Top-Seller Romane und Vorlagen für begeisternde Filme entsprungen.

Coraline Comic Cover Sein Jugend-Grusel-Roman „Coraline“ erscheint ab dem 13. August als Animationsfilm von Henry Selick im Kino. Der setzte als Regisseur bereits „The Nightmare Before Christmas“ für Tim Burton in Szene. Neben den beiden Adaptionen gibt es jetzt auch noch die Comic-Adaption, die beim Panini Verlag erschienen ist. Die Geschichte weiß in jeder Form zu überzeugen, zeigt aber je nach Medium ein völlig anderes Grusel-Gesicht …

Mit „Coraline“ schrieb Neil Gaiman, der innerhalb des Phantastischen gerne zwischen den Medien hin und her springt, sein erstes Kinderbuch: Die Geschichte des Mädchens Coraline, die mit ihren Eltern in ein seltsames Haus mit seltsamen Türen und Räumen und noch seltsameren Mitbewohnern einzieht.
Schnell hat sie dort mit einer beängstigenden Schattenwelt zu kämpfen, in der dunkle Abbilder der realen Menschen, mit Knöpfen statt Augen, versuchen sie und ihre Eltern gefangen zu halten.

 Im Kinderbuch erzählt Gaiman die Abenteuer von Coraline, die nie Angst hat, als eine Fabel, die zwischen Fantasy und den Fantasien eines Mädchens, das sich nach mehr Beachtung und Freunden sehnt, hin und her pendelt. Man weiß nie genau, was ist real und was spielt sich nur im Kopf der Heldin ab.
Trotzdem seine Worte durchaus einen subtilen Gruselfaktor aufweisen, ist das Buch durchaus für eine jüngere Leserschaft gedacht und geeignet.

Bei Henry Selicks Adaption darf man Ähnliches erwarten, plus eine Ladung skurril-witziger Einfälle, für den allein schon die Art der „Stop & Motion 3D“-Animation steht, die auch „The Nightmare Before Christmas“ oder „The Corpse Bride“ zu Leinwand-Erfolgen machten.

Coraline Comic Seite 1Coraline“ als Comic wurde von P. Craig Russell adaptiert und erweist sich in der Reihe als die erwachsenste Version. In ruhigen, fast unspektakulär zu nennenden und bisweilen märchenhaft schön anmutenden Bildern setzt der Künstler die Geschichte um.
Und obwohl jegliche offensiven Schockelemente fehlen, wird manch ein Leser den Band als Nachtlektüre wohl zur Seite legen, weil ihm das subtile Gruseln ansonsten Einschlafprobleme bereitet.

Jede Ausführung von „Coraline“ ist für sich brillant und eröffnet dem Leser, beziehungsweise Betrachter, eigene, andere Facetten derselben Geschichte, weshalb dringend zu empfehlen ist, sich die Geschichte in allen drei Versionen zu Gemüte zu führen – plus, wer es mag, dem dazugehörigen Video-Game von Koch Media (für DS, Playstation und Wii).

Coraline“ ist somit ein weiterer Beweis für die geniale Kreativität von Neil Gaiman, der sich mit Storys wie dem bei Panini erscheinenden „Sandman“-Epos längst an die Spitze der Comic-Zunft geschrieben hat und durch seine Bestseller-Romane „Stardust“, „American Gods“ und „Anansi Boys“ auch hierzulande als Autor gefeiert wird. In den USA ist er inzwischen einer der gefragtesten und best rezensierten Schriftsteller, mit ständiger Präsenz in den Bestenlisten.

Weitere Informationen zur „Coraline“ Comic-Adaption unter: www.paninicomics.de