In Gedenken an
Johnny Cash und seinen diesjährigen sechsten Todestag veröffentlicht
Wolverine Records den nunmehr zweiten Tribute Sampler.

Titel:
Paid in Black Vol.2 – A Tribute to Johnny CashGenre: Sampler, Cover
Land / Jahr: Deutschland 2009
Label (Vertrieb):
Wolverine Records (Soul Food)
Format: Audio CD mit 13 Songs
Wer übrigens die erste "Paid in Black" Ausgabe nicht kennt, sei nochmal vorab eindringlich darauf hingewiesen, dass es sich hier nicht um irgendwelche klischeehafte US-Country-Mucke handelt! Vielmehr haben sich 13 weitere Bands, überwiegend aus dem Punk- und Horrorgenre, dem Vermächtnis des großen „Man in Black“ angenommen.
Die ausgewählten Songs haben sie entsprechend - aus ihrer Sicht und auf ihre ureigene Art und Weise - neu interpretiert, was großen Songs wie „Get Rhytm“, „Like the 309“ oder dem allseits bekannten „Ring of Fire“ durchaus neue und hörenswerte Akzente verleiht.
Im Booklet äußern sich zudem auch alle Bands, warum sie
Johnny Cash ehren und warum sie welchen Song gecovert haben. Und das Johnny Cash durchaus als True-hearted-Punk“ gilt und große Einfluss auf die gesamte Musik-Szene ausübte, sollte nicht erst seit dem Film „Walk the line“ klar sein. Vielmehr stand Cash mit seinen Songs und deren Texten für die Außenseiter und Armen ein. Er erzählte die wahren Horrorgeschichten, die nur das Leben schreiben kann und so beeinflusste einer der ersten Rebellen der Musikgeschichte selbst noch Bands von heute.
Davon kann man sich nun in den Songs selbst überzeugen und los geht es mit
Mike Zero. Seine Version von „Get Rhytm“ bewegt sich erstaunlich nah am Original und begeistert mit einem schnelleren und druckvollem Refrain-Part.
Genauso gelungen wie der Opener sind auch die folgenden beiden Coversongs von
The Other („Like the 309“) und
Big Jon Bates („A boy named Sue“). Insbesondere Rod Usher von The Other legt wieder eine erstaunliche bemerkenswerte Gesangsperformance hin.
Das kann man von
Zombina & Skeletones im Folgenden nämlich nicht gerade behaupten. Deren Cover von „Sea of Heartbreak“ ist in musikalischer Hinsicht zwar durch gut, aber stimmlich eher mau.
The Dead next Door lassen es in „Home of the Blues“ angenehm schnell zur Sache gehen und bei
Ski King „Hurt“ meint man fast, Johnny Cash selbst zu hören.
Ähnlich gut und gelungen hört sich auch die moderne Version des „Redemption Song“ von
Mascat an.
Ganz großes Kino liefern auch wiedermal
The Spook mit „Solitary Man“ ab.
Gut geht es mit „Blue Train“ und
Ninth House weiter, wohingegen „Man in Black“ von
Bleeding a Zombie mich nicht wirklich überzeugt.
Gleiches gilt für „Gods gonna cut you down“ von
Hack Mack Jackson.
„Ring of Fire“ ist nicht schlecht und einer meiner Lieblingssongs von Johnny Cash, woran auch
The Nightshift nichts ändern.
Das ist auch gut so und nach
Hank Ray und
Tex Morton mit „25 Minutes to go“, folgt noch ein Bonustrack von
Murderland. Die haben sich auch nochmal „Like the 309“ vorgenommen. Hmh, schwer zu sagen, aber ich sag‘ mal die Version von The Other gefällt mir einen kleinen Tick besser.
Alles in allem ist
Paid in Black Vol.2 – A Tribute to Johnny Cash ein empfehlenswerter und liebevoll gemachter Sampler, den sich nicht nur Fans der genannten Bands holen sollten! Teil 3 kann kommen!