Bekanntlich endete die letzte TV-Staffel von
Joss Whedons Kult-Serie „
Angel - Jäger der Finsternis“ mit einem großen Schock für die Fans des Vampir-Epos: Im letzten Gefecht gegen die Advokaten des Teufels, Wolfram & Hart, stehen Angel, Connor, Illyria, Spike und ein schwer verletzter Gunn einer erdrückenden Überzahl von Dämonen gegenüber. Alles sieht danach aus, als würde den Helden das gleiche Schicksal wie ihrem gefallenen Mitstreiter Wesley Wyndam Price drohen. Doch dann verzerrt sich alles und die Serie endet …

Das klassisch-offene Ende beweist, dass Joss Whedon beim Schreiben der Staffel wohl keinesfalls damit gerechnet hatte, seinen Vampir künftig nicht mehr auf der Mattscheibe zu sehen. Denn vermutlich hätte er wohl sonst ein versöhnlich stimmendes Finale geschaffen.
Aber zum Glück gibt es noch die Comic-Welt und als noch glücklicher erweist sich die Tatsache, dass Joss Whedon auch ein begnadeter Comic-Autor ist.
Daher führt er nun, wie auch schon zuvor bei seiner Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“, die Geschichte von Angel mit seinem nicht weniger talentiertem Co-Autor Brian Lynch als exklusive Comic-Reihe weiter. Doch auch wenn das Flair der Serie, dem im Fernsehen gleicht, nutzt Whedon nun auch die neuen Möglichkeiten, die ihm das Medium Comic eröffnet:
So findet sich Angel samt ganz Los Angeles in einer Höllendimension wieder. Ein Resultat, das auf dem ständigen Streit mit Wolfram & Hart beruht, die trotz aller Ereignisse immer noch nicht bereit sind, Angel aus seinem Vertrag zu entlassen.
Daher liegt es nun in den Händen der anderen Helden, die Menschen gegen die Dämonen-Clans zu vereinen und wieder die Macht in der Stadt zu übernehmen. Dabei überrascht es jedoch wenig, dass jeder seinen eigenen Vorteil sucht, was Angel mit Unterstützung zu verhindern weiß.

Damit beweist das Multitalent Joss Whedon, wie schon bei der exklusiv als Comic-Reihe erscheinenden achten Staffel von „Buffy“, dass er den Wechsel zwischen den Medienformaten perfekt beherrscht:
Was die Fangemeinde von „Buffy“ schon in drei Bänden, sowie dem demnächst erscheinenden vierten Band, lesen kann, entpuppt sich als die perfekte Übersetzung der bewegten Bilder einer TV-Serie in die Bildsprache der Comics. Wie gelungen dieser Schritt geglückt ist, belegen die Comic-Bücher von Panini, die zu den absoluten Erfolgstiteln des Verlags zählen.
Dies ist nicht zuletzt dem Witz von Whedon und seine genialen Dialogen zu verdanken. Diese zeigen zwar die Buffy, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, aber mit ein paar Extras versehen, die sich der Meister im TV wohl kaum hätte erlauben dürfen. Das Interesse der Fans an ihrer Heldin Buffy wurde damit wieder neu geweckt und von Angel darf man wohl kaum weniger erwarten.
Sehr lobenswert ist zudem die Tatsache, dass sich die Kreativen bei der Umsetzung der sechsten Staffel genauso viel Mühe gaben, dass sich der Ton und der Stil des Comics eben so von den „Buffy“-Comics unterscheiden, wie es schon bei den TV-Serien der Fall war.
Die Fangemeinde darf sich damit auf eine Fortsetzung des Vampir-Epos von Joss Whedon freuen! Ein Wiedersehen mit den beliebten Charakteren der Serie, sowie den Streitereien von Angel und Spike, in höchster Vollendung ist dabei nicht nur inklusive, sondern garantiert.
Weitere Informationen unter:
www.paninicomics.de