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Colonne Wirrwarr - Das perfektionierte Chaos

Neben den schon laufenden Serien bei Magmafilm wie „Criss & Crass“ oder „Abgeblasen“ wußte die Colonne Wirrwarr im April dieses Jahr mit dem ersten Teil von „Pimmel Bingo“ eine neue und vor allem innovative Serie zu etablieren, die hinsichtlich ihrer Idee und qualitativen Umsetzung neue Maßstäbe im Bereich des Gonzo-Film zu setzten wußte.
Und da die Macher und kreativen Köpfe hinter „Pimmel Bingo“ niemand geringeres als die beiden Ex-Darsteller Freddy Dalton und Reinhard sind, bot es sich mehr als an, sich mit beiden zu treffen und mehr über „Pimmel Bingo“ und ihre Karriere hinter der Kamera zu erfahren.

Colonne WirrwarrDer Anfang oder wie man Pornodarsteller wird

R: Also, ich habe 1993 als Darsteller bei VTO angefangen und bin da ehrlich gesagt, eher zufällig reingerutscht. Ich war einfach neugierig, was und wie ein Dreh abläuft. Ich habe mich dann aus Neugier beworben und war halt so gut, das man mich behalten hat. Das ganze hat natürlich auch eine Menge Spaß gemacht und so bin ich dann bis Ende 2001 dabei geblieben. Ich habe im Lauf der Jahre dann auch für andere Firmen gearbeitet und konnte so eine Menge an Erfahrungen sammeln. Irgendwann habe ich dann Freddy kennengelernt mit dem mich schon damals, neben unserer Freundschaft, auch eine Vielfalt verrückter Ideen und Einfälle verband. Allerdings konnten wir zum damaligen Zeitpunkt als Darsteller kaum was davon umsetzen. Aber wie gesagt, ich habe dann Ende 2001 meine Darstellerkarriere beendet und bin hinter die Kamera gewechselt. Zum einen um meine Ideen umsetzen zu können und zum anderen um endlich auch mal was andere zu probieren und zu machen als es die anderen machen.

F: Ich war damals noch beim Bund, war glaube 1995 rum, und wenn ich mich recht erinnere, hat mir ein Vorgesetzter eine Zeitungsanzeige gezeigt, in der Darsteller gesucht wurden. Er meinte, das wäre jawohl genau das richtige für mich. Ich bin nach einigem Überlegen hingefahren, ohne mir groß was zu denken oder den Gedanken im Hinterkopf zu haben, jetzt werde ich der große Pornostar. Ich wollte einfach mal reinschnuppern, was da so abgeht und bin letztendlich dabei geblieben. Es hat mir Spaß gemacht, man lernte viele Menschen und vor allem Frauen kennen. Aber mich interessierte schon damals auch die Seite hinter der Kamera und ich fing schon recht früh und während meiner Zeit als Darsteller an, mich für Kamera und Technik zu interessieren. Allerdings stellte sich dann mit den Jahren heraus, das beides auf Dauer einfach nicht geht. Außerdem war ich der Meinung, das es nach sieben Jahren als Darsteller einfach auch reicht und mal gut sein muß. So ergab es sich dann auch recht schnell, das ich mit Reinhard zusammen kam und wir beschlossen haben zusammen zu arbeiten.

Das perfektionierte Chaos – Colonne Wirrwar

F: Wie gesagt, unsere Zusammenarbeit entstand aus vielen Gründen. Zum einen aus unserer schon bestehender Freundschaft und der Tatsache, das wir gut als Team funktionieren und in etwa auch die selben verrückten Ideen haben. Der Weg für mich hinter die Kamera war allerdings auch ein harter Lernprozeß, der sich jedoch für mich als logische Zukunftsperspektive aufzeigte. Die Zusammenarbeit mit Reinhard ergab sich auch aus der Tatsache, das er bereits dabei war sich eine eigene Produktionsschiene aufzubauen und ihm noch ein Kameramann fehlte. So kam ich quasi als Kameramann dazu, während Reinhard sich um viele andere Dinge, wie Photos, Organisation, etc. kümmert.

R: Es wechselt halt alles und viele Aufgaben innerhalb des Teams auch oft. Je nachdem wie es gerade paßt, sich ergibt, oder wie auch sonst. Wichtig ist nur das wir uns ergänzen, das Ergebnis paßt und die bisherigen Resultate bzw. Erfolge sprechen ja auch für sich. Es ist jetzt auch nicht so, das wir festlegen, so Freddy Du machst jetzt Kamera und ich Regie. Es geht halt oft recht chaotisch bei uns, was uns auch bei den anderen Leuten insbesondere den Cuttern den Namen Colonne Wirrwarr eingebracht hat. Den haben wir dann übernommen, weil’s es einfach uns und unserer Arbeitsweise treffend definiert.
Der Name paßt davon abgesehen auch gut zu unseren Ideen und Produktionen die daraus entstehen. Wir beziehen den Stoff dafür oft aus eigenen und erzählten Erlebnissen oder es basiert, wie im Fall von „Abgeblasen“ einfach auf einer verrückten Idee. (Anmerkung: Es geht darum, das eine Frau einen Mann in einer alltäglichen Situation begegnet und ihm einen bläst und dann verschwindet.)
Wir haben jetzt auch keinen festgelegten Plan, was wir jetzt als nächstes machen. Wir warten auf eine passende Gelegenheit, wie Location oder Darsteller und gucken, was dann zusammen paßt und sich ergibt. Wir haben halt mit unseren laufenden Serien einen ungefähren Rahmen und Richtungsvorgabe was wir wann und wie machen.

Pimmel-Bingo und was nachts auf deutschen Straßen passiert


F: Angesichts der Ideen von Sachen, wie z.B. „Abgeblasen“ oder „Criss & Crass“ hat uns zu Anfang eh kaum einer für voll genommen. Davon abgesehen haben wir selbst zu Anfang einige Zweifel gehabt, ob sich Projekte a la „Pimmel Bingo“ überhaupt verwirklichen lassen. Da standen doch einige Fragen im Raum, ob wir Leute und Gelegenheiten in ausreichender Menge finden. Aber im Nachhinein hat sich unserer Idealismus wie Glaube an das Projekt bestätigt. An dieser Stelle möchte ich auch noch sagen, das bei „Pimmel Bingo“ nichts gestellt ist. Bei Teil 1 mußten wir zwar noch zwei Szenen nachdrehen, aber bei den letzten Teilen ist jede Szene echt. Ist aber schon verrückt, wenn man sich vorstellt, das ein Filmteam von ca. 5-6 Leuten nachts durch die Gegend zieht, um Leute zu finden, die umsonst mit einem tollen Mädel ficken wollen. Wir haben da echt schon unglaubliche Sachen erlebt: Wir haben zum Beispiel mal einen älteren Herrn gehabt, der allerdings nicht vor der Kamera wollte. Der hat dann seinen Sohn aus der benachbarten Pizzeria gerufen, der es an seiner Stelle machen sollte. Der Sohn war dann dermaßen begeistert und bei der Sache, das er gar nicht mehr aufhören wollte. Währenddessen stand sein alter Herr einige Meter abseits und zog sich die Pizza rein. Irre! Mittlerweile haben wir auch ein recht gutes Gespür dafür wo wir Leute und Gelegenheiten finden. Zuletzt haben wir in der Düsseldorfer Altstadt gedreht und dieses Wochenende werden wir in Bochum im Bermuda-Dreieck drehen.
Die einzige Änderung in den nächsten Teilen ist halt, das Moderatorin Linda Knopf keine HC-Szenen mehr machen wird, da sich als Darstellerin zurückzieht. Sie wird zwar noch moderieren, aber für die Szenen jeweils ein Mädchen an ihrer Seite haben.

R: Mit „Pimmel-Bingo“ haben wir in jeder Hinsicht Glück gehabt, da wir doch Bedenken zu Anfang und beim ersten Teil bedenken hatten, ob sich die Leute darauf einlassen. Aber man muß sagen, daß wir auch Glück hatten, daß MAGMA diesbezüglich voll hinter uns steht. Denn wenn man bedenkt, was zu Anfang unserer ersten Produktionen alles schiefgegangen ist und es eher offen als heimlich hieß: „Um Himmels willen „Colonne Wirrwarr“ ist wieder unterwegs!“, dann kann man nur sagen, daß wir seitdem viel dazugelernt haben und neben Glück in Sachen Wetter, Darsteller, Locations gehabt haben, haben wir letzten Endes doch auch immer das geschafft, was wir haben wollten. Wir haben halt mittlerweile ein Gespür dafür bekommen, an der richtigen Zeit und am richtigen Ort zu sein. Und es soll auch immer unser Ziel bleiben, das wir das Ergebnis erzielen, was wir wollen und wovon wir denken, das es auch dem Zuschauer gefällt. Auch wenn wir unter Umständen, was auch schon des öfteren vorgekommen ist, am Ende draufzahlen oder das Feierabend-Pils aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Fröhliche Sittenstrolche im Hause Magma

R: Wir haben damals eine Firma gesucht mit der wir auf lange Sicht zusammenarbeiten können und die uns auch unterstützen. Wir haben damals mit dem „Sittenstrolch“ angefangen und sind damit bei MAGMA gelandet und seitdem auch mit großer Freude geblieben.
F: MAGMA ist halt einfach eine gute Firma, bei der alles stimmt und man neben einem guten Arbeitsklima auch noch eine Menge lernt. Es wird daher wohl auch keinen Wechsel zu einer anderen Firma geben. Warum auch? Hinzu kommt, das wir sehr bodenständige Personen sind, was auch für unsere Arbeitsweise gilt. Auch kann ich für mich sagen, daß ich sehr viel von Moli gelernt habe. Es stimmt hier einfach alles und warum sollte eine andere Firma von unserer Aufbauarbeit und der Investition seitens MAGMA in uns profitieren.
In diesem Zusammenhang braucht man sich auch nur mal das Backstage-Material auf den MAGMA-DVD’s ansehen und man sieht, wie locker und gutgelaunt alle trotz des Produktionsstreß drauf sind. Das ist weder gestellt und die eigens dafür abgestellte Kamerafrau hat es drauf die Highlights hinter den Kulissen einzufangen. Das beruht aber auch auf der professionellen Arbeitsweise von Moli, wenn man mal als Beispiel die Veröffentlichungen im Rahmen der „MOLI“-Exklusiv Reihe anschaut. Da ist alles bestens durchorganisiert und es macht Spaß. Davon abgesehen muß es allen Beteiligten auch Spaß machen, damit eine gute Stimmung aufkommt, die sich auch auf den Zuschauer übertragen muß. Die kann man auch mit allen Mitteln einfach nicht erzwingen.
Wer sich übrigens das Backstage-Material angesehen hat, dem kann ich auch noch zwei Sachen verraten: Erstens hat mich Miriam trotz aller Anstrengungen und Mühen nicht rumgekriegt und wird es auch nicht schaffen. Zweitens die Wette steht noch, das ich mit fünfzig noch mal für eine Szene mit Gummi vor die Kamera treten werde. Ich hoffe, das ich es dann noch bringe und es weder verlernt habe noch zu klapprig dafür bin.

Ziele, Situationen oder wie die Yucca-Palme von links nach rechts gestellt wird


R: Also, ich finde das wichtigste überhaupt für einen Regisseur oder Kameramann ist die Fähigkeit einen eigenen Stil zu entwickeln. Es nützt weder der Person selbst noch dem Zuschauer, wenn man sich jetzt sagt, ich ziehe jetzt dasselbe ab und durch wie Rocco (Siffredi). Das wird und kann einfach nicht gelingen.

F: Ich kann da Reinhard nur zustimmen. Ich habe z.B. viel von Moli gelernt. Insbesondere was die Kamera oder Szeneausleuchtung angeht. Ich „bewundere“ ihn auch für sein Talent was die Regie und andere Sachen anbelangt, aber mir würde es nie in den Sinn kommen seinen Stil kopieren zu wollen. Weder könnte ich das in seiner unvergleichlichen Art schaffen noch und was viel wichtiger für mich ist, bin ich eine eigenständige Person und will meinen eigenen Stil durchziehen und perfektionieren.

R: Ich habe ja sowohl lange Zeit in Deutschland wie auch in den Staaten gearbeitet und kann nur sagen, das es bei den mittleren Firmen hinsichtlich des Produktionsablaufes oder der Professionalität keine nennenswerten Unterschiede gibt. Anders sieht es da schon bei Major-Companys wie VIVID aus. Da sind selbst bei der kleinsten Szene an die 30 Leute am Set und es gibt extra abgestellte Personen, die den Darstellern Öl reichen. Betrachtet man die Lage in Europa und läßt Deutschland mal außer acht, dann kann man schon festhalten, das es sich in den USA leichter arbeiten läßt. Aber das hängt sicherlich auch mit der Lage des Pornofilms insgesamt zusammen.

F: Ich kann da nicht viel mehr zu sagen, als Reinhard schon sagte. Allerdings finde ich das die Frauen in den Staaten in ihrem Auftreten oft überzogen daherkommen. Hinsichtlich der weiblichen Attribute oder Darstellungsqualität sehe ich allerdings keinen Unterschied.

R: Zu der aktuellen Lage in Deutschland kann ich jetzt wenig sagen. Als Darsteller arbeitet man halt für viele Firmen und bekommt viel mehr mit, was bei den einzelnen Firmen abgeht. Seitdem wir hinter der Kamera und exklusiv bei MAGMA sind, erfährt man halt zwangsläufig weniger Details. Aber wenn ich mir das so ansehe und höre, dann geht es wohl der Pornobranche und nicht nur der, allgemein schlechter als in früheren Zeiten. Das zeigt sich ja auch daran, das insgesamt weniger in Deutschland produziert wird, sondern statt dessen viel in Osteuropa gedreht, wie gekauft wird.
F: Eine der wichtigsten Sachen die es zu berücksichtigen gilt, ist einfach die das man den Zuschauer nicht verarscht, indem man ihm altes Material in neuer Verpackung oder neu zusammengeschnitten präsentiert. Das merkt der aufmerksame Zuschauer recht schnell und fällt hoffentlich nur einmal drauf rein.

R: Da kann ich Freddy nur zustimmen. Ich finde, wenn es der Person oder dem Thema angemessen ist, ein gut gemachtes „Best of“ vollkommen okay und gerechtfertigt. Aber dabei sollte man es dann auch belassen.

F: An dieser Stelle kann ich auch nur an alle appellieren, das es heute um so wichtig ist neue Impulse, Ideen als auch Personen, sei es vor oder hinter der Kamera einzubeziehen. Denn ich finde nichts ist schlimmer als die zahlreichen 08/15 Produktionen in denen man ein Paar auf einer gammeligen Couch beim ficken sieht und eine Szene weiter wieder das selbe sieht, nur mit dem Unterschied, das die Yucca-Palme jetzt anstatt links rechts neben der Couch steht. Wo möglich auch noch mit einem Stativ gefilmt und in einer Aufnahme.
Aber man muß auch festhalten, das den meisten Personen die von außerhalb kommen, einfach das Feeling für Porno fehlt. Die können zwar fantastische Dokus, Filme, etc. filmen und die Kamera blind zerlegen, aber es fehlt halt ein Gespür für geile Aufnahmen.
Wer aber ernsthaft meint er sei gut oder hat eine tolle Idee, soll sich bei uns melden. Wir sind da recht aufgeschlossen und keinesfalls neidisch, wenn jemand besser ist als wir. Es zählt das Ergebnis und gute Ideen sind immer gefragt.

R: Trotz alledem sollte man sich vor Augen halten, das es um Porno geht und Porno auch Porno bleiben sollte. Aber glücklicherweise sind die Geschmäcker unterschiedlich, so daß Vielfalt und Abwechslung garantiert werden.

F: Ja, was nützt einem der beste Pornofilm im Hollywoodformat, wenn die Fickszenen scheiße gemacht sind. Aber Vielfalt und unterschiedliche Geschmäcker sind doch das A und O der ganzen Szene. Nimm doch als Beispiel Michael Ninn. Ich finde es einfach großartig was der Mann kann und an Ideen hat. Das gilt auch für seine visuelle Umsetzung. Ich kenne aber auch Leute, die finden das sterbenslangweilig, weil es für sie Kunst ist und kein Porno ist.
Aber wichtig ist, das daß Produkt stimmt. Langweilige Studioproduktionen nach Schema XY und mit Ausblick auf den Gewinn kann auf Dauer keinen weiterbringen. Auch wenn wir Gonzo-Filme machen, muß man auch mal Geld Geld sein lassen und was neues wagen.

R: Für Neueinsteiger vor der Kamera ist es wichtig das man aus Lust an der Sache einsteigt und nicht um des Geldes willen. Das führt zu Problemen und wird früher oder später schiefgehen. Aber wenn ich mir die jetzige Zeit und Generation der Darsteller ansehe, dann ist das sowieso alles viel schwieriger als früher geworden. Es gab früher viel mehr Zusammenhalt und auch Freundschaften unter den Darstellern. Man hat auch viel mehr als Darsteller über das Ganze lernen können. Sei es von Kollegen oder seitens des Produktionsteams. Es hört sich vielleicht überzogen an, aber man kann schon sagen das es früher ein beinah familiäres Verhältnis unter- und miteinander gab. Vielleicht liegt es aber einfach daran, das es damals viel mehr deutsche Darsteller gab, die auch einer anderen Generation angehörten.

F: Wenn ich zurückdenke, dann kann ich mich noch recht gut an meinen ersten Dreh erinnern. Da bin ich ganz stolz nach zwei Tagen rausmarschiert und der Produzent kam mir mit dem Geld hintergerannt. Da habe ich nur gedacht: Wau, zwei Tage mit tollen Frauen ficken und dann noch Geld dafür. Das ist es! Aber an dieser Stelle muß ich auch noch was los werden, was meiner Meinung nach gar nicht geht und bei uns auch nicht vorkommt. Der Wahnsinn einiger männlicher Darsteller sich mittlerweile mit Viagra-Pillen oder gar Schwanz-Injektionen vor den Drehs zu pushen. Das hat nicht mehr mit Natur, Professionalität oder Geilheit zu tun. Das ist schlicht und einfach ein Weg, der nicht akzeptiert werden sollte. Denn auch jeder Profi kann mal nen schlechten Tag haben und es klappt nichts. Das ist halt auch nur ein Mensch, und keine Maschine. Auch geht so jeder Respekt vor Profis und dem „Naturständer“ verloren.
Was das Verhältnis der Darsteller untereinander angeht kann ich auch nur sagen, das es früher vielleicht nicht unbedingt besser, aber anders war. Da gab es einfach keinen Konkurrenzkampf untereinander und es war auch egal, wer wann und wie bei welcher Firma gearbeitet hat. Es gab da halt eine feste Truppe von 10-20 Darstellern, die alle miteinander gearbeitet haben. Und das ging früher und könnte auch heute gehen, wenn es die Leute denn wollten. Der Markt für gute Leute, wie Filme ist groß genug, so daß für jeden ein Stück vom Kuchen übrigbleibt.

Frisch, fromm, fröhlich, frei

R: Wir werden uns auch weiterhin mit vollem Ehrgeiz und unserem persönlichen Engagement den Projekten und Produktionen der COLONNE WIRRWARR widmen. Das ganze soll auf keinen Fall in den nächsten Jahren sterben. Und mit „Bare Liebe“ haben wir auch schon wieder den Auftakt zu einer neuen Serie von uns angestoßen. Da geht es darum, das sich Nutten kostenlos dem Zuschauer präsentieren und für sich werben können. Allerdings hat sich trotz regen Interesses es schwieriger rausgestellt, als wir dachten. Denn das Ganze wirklich kostenlos für die Frauen ist, mag niemand so recht glauben. Aber wir werden das wie alles andere auch schaffen. Ich möchte auch noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, das diese Serie in keiner Weise mit dem Rotlicht-Milieu zu tun hat. Aber schaut einfach selber mal rein und laßt Euch überraschen.

F: Mir ist für die Zukunft wichtig, das ich jetzt nach vier Jahren in Budapest endlich meinen Umzug nach Essen geregelt bekomme und mit meiner Freundin glücklich werde. Auch das man einfach mal abschalten kann. Am schlimmsten wäre es für mich, wenn in den nächsten Jahren Monotonie bei der Arbeit aufkommen würde. Ich glaube, dann würde ich lieber wieder auf den Bau malochen gehen.

R: Man muß einfach einen Ausgleich zur Arbeit haben. Bei der Arbeit hinter der Kamera ist das allerdings einfacher als wenn man Darsteller ist. Da muß ich schon sagen, das ich mich zum Schluß gefragt habe, was machst Du hier. Das kann es doch nicht für den Rest Deines Lebens sein, vor allem nicht, wenn es anfängt, das Arbeit und Privates ineinander übergeht. Ich sehe es im Nachhinein schon als richtige Entscheidung an, nach so langer Zeit als Darsteller rechtzeitig aufgehört zu haben. Ich treibe in meiner Freizeit viel Sport, vor allem Fußball und verbringe den Großteil meiner Freizeit mit meiner Freundin. Ansonsten interessiert mich derzeit vor allem die Bundestagswahl und eigentlich ist es mein größter Wunsch, das ich gesund bleibe und Spaß an der Arbeit habe.

F: Die Wahl interessiert mich sowohl in beruflicher wie auch privater Hinsicht. Allerdings muß ich sagen, daß ich nach meinem langen Aufenthalt in Ungarn in Einzelheiten doch überfragt bin. Aber als waschechter und bodenständiger Bayer weiß ich was ich zu wählen habe.

Freddy Dalton und Reinhard