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Dru Berrymore: Die Geschichte einer Erotikfilm-Karriere

Die Geschichte der Dru Berrymore (geb. am 11.08.1969 in Berlin) begann 1989 als sich die knapp 20-Jährige entschloss nach Amerika zu gehen, um dort ihre Karriere als Darstellerin zu starten.Seit dem ist die attraktive Blondine nicht mehr aus dem Show-Biz und insbesondere aus dem Pornofilm nicht mehr wegzudenken und die mit ihr entstandenen Erotikfilm-Produktionen dürften schon alleine so manche Videothek füllen.
Über den Beginn ihrer Karriere, ihren Weg zum Porno-Star, aber vor allem auch was sie für die Zukunft geplant hat, sprachen wir mit der sympathischen und auskunftsfreudigen Erotik-Darstellerin und Pornofilm.Produzentin, während ihres Aufenthaltes im August dieses Jahres in Deutschland.


Dru Berrymore Bild 1Deine Karriere begann, als du dich mit knapp 20 Jahren entschlossen hast nach Amerika zu gehen. Was kannst du über die Zeit vorher berichten?

Ich würde sagen, dass ich wie ein ganz normales Mädchen zur Schule gegangen bin. Nach der Grundschule bin ich aufs Gymnasium gegangen und habe mich dann mehr oder auch mal weniger regelmäßig, zum Abi aufgemacht. Einige meiner Freunde behaupten, dass ich damals schon ziemlich irre gewesen bin und eine unbändige Neugier an mir hatte. Nun ja, darüber lässt sich streiten.
Egal, neben der Schule musste ja noch genug Zeit bleiben, um Berlins Nachtleben kennen zulernen und ein wenig Geld zu verdienen. Mit 14 trug ich noch Zeitungen aus, und ich glaube damals fing alles an. Danach arbeitete ich unter anderen in einem Sonnenstudio, einer Videothek, Disco, einem Spielcasino, etc., aber nichts davon war so das Richtige. Dann folgte eine Partnerschaft (geschäftlich) mit meinem damaligen Freund, der mir eine Exkursion in den Messebau anbot. Der Geschäftsanteil wurde jedoch kurz darauf wieder verkauft, um das nötige Kleingeld für die Auswanderung nach Amerika zu bekommen.

Was bewog dich letztendlich mit gerade mal 20 Jahren, den Schritt zu wagen, nach Amerika zu gehen, um dort eine neue Existenz bzw. Karriere zu starten?

Wie ich schon vorher andeutete, war nicht ich es, die die treibende Kraft hinter diesem Projekt war, sondern mein damaliger Freund
Er wollte unbedingt nach Kalifornien, um dort Fußball zu spielen oder als Trainer arbeiten zu können. Kurze Zeit später war er schon auf dem Weg dorthin. Etwas später, nachdem die Wohnung und alles andere aufgelöst war, folgte ich ihm. Das war im September '89.

Dru Berrymore Bild 2Wie kamst du zu deinem Künstlernamen? Bist selber darauf gekommen oder basiert das Ganze wirklich nur auf der Ähnlichkeit mit der amerikanischen Schauspielerin Drew Barrymoore? Hast du sie eigentlich schon mal persönlich kennengelernt?

Hm, weder das eine noch das andere. Ich bin nicht selbst darauf gekommen, und ehrlich gesagt, wollte ich den Namen anfangs auch gar nicht haben. Ich hatte mir schon zwei Künstlernamen zugelegt. Ich stand Modell unter dem Namen Samantha und tanzte, oder vielleicht besser strippte, unter dem Namen Sascha. Und die beiden Namen reichten mir.
Als ich dann jedoch für die Firma Starmaker Video einen Bondage-Film drehen konnte, kriegten sich die Amis, über die Ähnlichkeit zur Schauspielerin Drew Barrymoore, nicht wieder ein und fingen an, mich spaßeshalber Drew zu nennen. Na ja, anfangs war das noch recht lustig, aber der Witz war dann schnell abgedroschen, was aber nicht das eigentliche Problem war. Die richtigen Probleme fingen ja erst an, als sich die Firma entschloss das Video unter dem Namen „Drew Barrymoore“ zu veröffentlichen. Der Name des Titels wurde dann in „Dru Barrymoore“ verändert, damit es keine rechtlichen Probleme mit der anderen Schauspielerin geben würde.
Nach der Veröffentlichung hatte ich dann keine Chance mehr, meine selbstgewählten Namen zu benutzen. Alle, egal wo ich zu der Zeit gearbeitet habe, nannten mich nur noch Dru. Es spielte auch keine Rolle mehr, was ich auf die Release-Forms schrieb, denn ein Video nach dem anderen wurde unter dem Namen „Dru“" veröffentlicht. Von da an entschloss ich mich den Namen ein letztes Mal in der Schreibweise zu ändern und zwar in Dru Berrymore, welcher heute auch eingetragenes Warenzeichen ist.

Dru Berrymore Bild 3Wie schwierig war es für dich zu Anfang in Amerika als junge Deutsche an Jobs im Show-Biz zu gelangen und wie kamst du an Rollen in Filmen (z.B. „Die Hard 2“, „Baywatch“ oder „Lost Highway“) was für deutsche Schauspieler, egal wie bekannt sie nun sind, sonst nahezu unmöglich ist?

Ich habe keine Ahnung. Es ist einfach so passiert. Da fahre ich mit meinem schönen, pinkfarbenen Fahrrad am Strand entlang und es wurde gerade „Baywatch“ gedreht, was damals aber noch keiner kannte, da es noch als Pilotprojekt lief. Die Filmcrew fragte mich dann, ob ich noch mal für die Kamera mit dem Fahrrad am Strand entlang fahren würde. Ich sagte, na klar und gesagt getan. Ich wurde auch bezahlt und sie wollten mich halt gerne auch noch den nächsten Tag. So fing das halt an. Ich erfuhr dann von Anderen am Set das ich einen Agenten benötigen würde, und welcher ganz gut wäre. Zu dem bin ich dann hingegangen und eins kam zum anderen. Ein Job folgte dem nächsten. Ich muss aber auch sagen, das ich mir für wenig Geld, nicht so Super-Rollen und wenig Spaß auch den Arsch abgefroren habe - nächtelang in Downtown oder habe mich als Statist mit hundert Anderen einpferchen lassen, nur um mich von irgend jemand, der mehr zu sagen hatte, anschreien zu lassen. Aber wie sagt man so schön: aller Anfang ist schwer.

Was veranlasste dich dazu 1993 nach Berlin zurückzukommen und kurze Zeit später wieder nach L.A. zurückzukehren?

Meine Mutter war der Hauptgrund und das ich schon lange nicht mehr hier gewesen bin. Hinzu kamen private Probleme in einer neuen Beziehung und ich wollte einfach aus dieser schrecklichen Situation in Burbank raus. Also tat ich das, was alle Mädchen machen (sofern sie es können), ich rannte nach Hause zu Mama. Ich dachte, dort müsste ich keine Verantwortung übernehmen. Aber weit gefehlt, und dann war das doch nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, und dadurch dauerte der Aufenthalt nicht lange. Außerdem hatte sich mein Umgang nicht unbedingt verbessert, aber vervielfältigt. Nun ja, dann brach alles sehr aus den Fugen, und kurzerhand hing ich alles, was ich hier angefangen habe, wieder an den Nagel. Ich buchte einfach ein Flugticket zurück. Nur diesmal mit einem anderen Mann im Gepäck, und ohne mich von meiner Mutter zu verabschieden und ohne das Geschäft aufzulösen. Na ja, man war jung.

Dru Berrymore Bild 4Aus welchen Gründen bist du dann im weiteren Verlauf des Jahres in die Erotikbranche gewechselt? Zumal du ja, neben zahlreichen Jobs, auch eine Ausbildung zum Scene-Artist gemacht hattest und in vielen Produktionen mitgewirkt hattest.

Während meines Deutschland-Aufenthaltes entschied sich mein damaliger Freund, mich zu verlassen, meine Klamotten zu verkaufen oder zu verschenken, mein Auto zu Klump zu fahren, oder wenigstens beinah fast.
Obendrein verließ er das Haus, um sich mit neuer Freundin und Möbeln samt ehemaligem Roommate ein neues Haus zu suchen.
Da wir alle zusammen in den Studios als „Scenics“" gearbeitet hatten und zusammen eine Familie bildeten, die manchmal für mehr als 20 Stunden und unter großem Druck zusammen arbeiten mussten, war nach seinem Abgang eine Aussöhnung und weitere Zusammenarbeit beinahe gänzlich ausgeschlossen. Das war zumindest vorläufig so, aber wir sollten dann später nochmals gemeinsam einige Projekte durchführen. Das kam aber erst sehr viel später. Also musste eine neue Karriere her. Das ging dann vom harmlosen Modelling und Aktfotografie über in die Pornographie.

Wie vollzog sich der Schritt vom Erotik- in den Pornobereich, und was veranlasste dich dazu? Die Aussicht auf Geld und Karriere oder Spaß am Sex?

Nun ja, der Wechsel vollzog sich eher unbemerkt und ich glaube auch zwangsläufig. Ich hatte soviel im Softbereich gearbeitet, dass sich der Absatzmarkt für Produkte mit mir doch recht schnell verringerte, bis das fast gänzliche Ausbleiben der Aufträge eintrat. Damit kam es zu einer zwangsläufigen Veränderung meinerseits. Ich hatte mich an den Arbeitsmarkt anzupassen. Also fing ich an, in andere Bereiche wie Fetisch- und dann Lesbenfilme auszuweichen. Und dies mit Erfolg! Ich spielte in so vielen Lesben-Produktionen mit, dass viele der Produzenten mich für eine eingefleischte Lesbe hielten. Dabei ist das nur einfacher und zum Teil auch sauberer, mit Frauen zu arbeiten (jedenfalls mit den Profis). Es gab also nicht die Aussicht auf eine Karriere. Ich hätte auch nie gedacht, dass das alles Mal so wird. Jahrelang hielt ich Fans immer nur für ein Phänomen, das anderen Pornostars zuteil wurde. 1997 wurde ich auf der CES-Show zur Autogrammstunde gebeten und bereits in den ersten zwei Tagen waren alle Autogramme vergriffen. Das war schon unglaublich! Was dann in Deutschland geschah, war aber noch unglaublicher. Ich hätte mir das nie träumen lassen, und schon gar nicht, dass ich auf der Straße angesprochen werde, und das auch meist nur im positiven Sinne. Auch die Offenheit der Frauen hat mich sehr berührt, zumal sie doch sehr unterstützend war. DANKE!! Ich habe die Lust am Sex und meinen damaligen Lebensstil fortan zum Beruf gemacht und damit mein Glück gefunden. Dass daraus eine Karriere geworden ist, hätte keiner ahnen können.

Dru Berrymore Bild 5Dass das Hardcore-Geschäft einer der härtesten Medien-Märkte der Weit ist dürfte sicherlich unbestreitbar sein. Würdest du im Nachhinein alles genauso machen? Was kannst du einem Neueinsteiger, der ins Business will, für Tipps geben? Deine Karriere im Hardcore-Bereich, vollzog sich ja über Fetisch- und Girl/Girl-Produktionen Schritt für Schritt.

Das ist schwer zu beantworten, denn ich muss sagen ich bereue nichts. Ich stehe voll und ganz hinter dem was ich bis heute gemacht habe, denn das machte mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Meistens mag ich mich, so wie ich bin und versuche durch ständiges Dazulernen und Umdenken mich positiv zu verändern und zu entwickeln.
Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass ich nicht nur durch diese Branche, sondern auch durch meinen damaligen Lebensstil viele negative Erfahrungen gesammelt habe, und mich in die unmöglichsten Situationen manövriert habe. Vieles was ich am eigenen Leibe erfahren musste, wünsche ich heute nicht mal meinem ärgsten Feind, sofern welche existieren.
Den Neueinsteigern hätte ich zu sagen, das ein Einstieg in die Branche wohl überlegt sein will. Nicht jeder macht Karriere und wenn, dann muss man schon außerordentliche Disziplin haben und alles - das ganze Programm von vorne bis hinten durchziehen. Man muss auch überlegen, was passiert, wenn man nicht mehr vor der Kamera arbeiten kann. Das geht manchmal, dank der sexuell übertragenen Krankheiten, schneller als man denkt. Und dann??? Das Geschäft ist zu groß geworden und alle denken, Darsteller müssten nur die Beine breit machen, und dann gibt's schon die große Kohle. Das ist nicht so! Es ist ein knallharter Job, der den Darstellern auch noch das Letzte abverlangt. Stundenlanges Warten, eisige Temperaturen und er muss immer noch eine Erektion haben. Sie muss so aussehen als ob das ganze noch Spaß macht, obwohl die Pobacken bereits eingefroren sind. Das einmalige Verhältnis von Firmen und Darstellern ist nicht mehr so familiär, wie es mal war und dadurch ist es schwer eine Firma zu finden, die den Interessen der Darsteller entgegenkommt.

Dru Berrymore Bild 6Weißt du noch, in wie vielen US-Produktionen du mitgewirkt hast? Die Angaben reichen da von 6-300 Filmen.

Nein, so genau weiß ich das nicht mehr, denn ich war ja nicht immer im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und das war zu bestimmten Zeiten ja auch modern. Dadurch habe ich nicht alles katalogisiert. Letztens haben ein Bekannter und ich, eine Datei ausdrucken lassen, in der man zumindest die Filme findet, die Kritiken bekommen haben. Wir haben festgestellt, dass es nur drei Buchstaben des Alphabets gibt, mit denen ich keinen Filmtitel habe. Welche das nun sind, überlasse ich euch herauszufinden. Der Ausdruck war über 14 Seiten lang. Ich war scheinbar ein fleißiges Mädchen. Mitte bis Ende September sind diese Titel dann auf meiner Webseite (WWW.DRUBERRYMORE.DE) nachzulesen. Ich bin auch dabei einen Shop aufzubauen, in dem man mit eigener Shopping-Card online einkaufen kann. Alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert und als Leckerbissen kann man auch Videos schauen oder Live-Erotik auf acht Kanälen genießen!!!

Mit wem (Darsteller, Regisseur, Firma) hast du am liebsten gearbeitet und wenn du den amerikanischen Markt in den letzten Jahren betrachtest wo siehst du die wichtigsten Veränderungen insbesondere unter Beachtung der restriktiven Politik der jetzigen Bush-Ära?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich keinen Lieblingsdarsteller habe, aber eine lange Liste derer mit denen ich gerne zusammen gearbeitet habe und das in Europa und den USA.
Bei den Regisseuren ist das schon wieder etwas anderes. Da hat man schnell seine Lieblinge. Ich habe immer sehr gerne mit Bruce Seven und seiner Frau Tammy Bionca von Exquisit Pleasures gearbeitet. Er ist inzwischen leider verstorben, aber mit seiner Frau habe ich gerade erst letzten Monat einen Film fertiggestellt. Unter anderem mag ich Nick Kraemer und Kris Kramski (wenn auch nur eine Erfahrung) sehr, wie auch den herrlich perversen Frank Thring, der unter anderem für Hustler und Private dreht.
Bei den Firmen kommt es dann immer darauf an, mit wem man es zu tun hat und wie oft man dann wirklich dort arbeitet. in den Staaten waren das VCA, Exquisit Pleasures und andere. In Europa vor allem Marc Dorcel, Goldlight (Hansi Nussbaum) und MMV (Kelly Trump und Ferdinand Hillmann).
Die restriktive Politik der Bush Ära kommt uns in einigen Sachen sehr entgegen, denn nun wird wieder mehr auf Erotik geachtet, als nur auf besonders ausgefallene, perverse und abgedrehte Sextechniken. Viele der amerikanischen Firmen haben bis zu 20 Titel aus den Regalen genommen, um etwaige Razzien zu vermeiden. Andere verkauften ihre Läden bereits, um dem Ganzen zu entgehen. Wieder andere müssen sich bereits jetzt schon vor Gericht verantworten.

Dru Berrymore Bild 7Kommen wir mal auf deinen weiteren Karriere-Verlauf zusprechen. Im Jahre 1998 kehrtest Du erneut nach Berlin zurück und wurdest unter anderem als die „neue Helen Duval“ präsentiert und es folgten weitere Produktionen in Deutschland und Frankreich. Was veranlasste dich dazu und würdest du dich heutzutage nochmals derart vermarkten lassen?

Ich weiß nicht recht, wie ich das beantworten soll. Ich hatte damals keine Ahnung, wie ich vermarktet wurde und habe vieles erst sehr viel später in Erfahrung gebracht. Aber geschadet hat mir das nicht, nein, eher im Gegenteil. Durch die ganze Kontroverse wurde ich recht schnell bekannt. Allerdings lasse mich nicht gerne dazu benutzen, die Auseinandersetzungen anderer Leute zu führen. So endete die damalige Zusammenarbeit mit der Firma CDMedia, bevor überhaupt ein Exklusivvertrag zustande kommen konnte. Ich fand das damalige Klischee, in das man mich zwängen wollte, zu simpel und langweilig. Zugegebenermaßen war es aber gut gemacht, auch hinsichtlich der Qualität. Dies ist zumindest das, was ich gehört habe, da ich diese Filme niemals zur Ansicht bekommen habe.

Ein Jahr später folgte die Trennung von deiner damaligen Produktionsfirma und seit einem Jahr arbeitest du als unabhängige Produzentin und Darstellerin. Hast du diesen Schritt in die Selbstständigkeit bereut oder ist es nur die Konsequenz aus deinem bisherigen Erfolg und dem Ziel es noch weiter zu bringen?

Erst mal muss ich sagen, dass ich länger als nur ein Jahr, als unabhängige Darstellerin gearbeitet habe. Gleichfalls will ich hoffen, dass das eine Konsequenz gewesen ist, die ich auch in Zukunft nicht bereuen werde. Ich habe noch eine Menge Arbeit mit angefangenen Projekten, die sich aufwendiger als eigentlich geplant herausstellen. Auch will ich mich in Zukunft, wie zuvor schon erwähnt, noch stärker auf meine Webseite konzentrieren. Geplant sind ein Internetshop, der Vertrieb von Videos übers Internet, sowie ein 8 Kanäle umfassendes Streaming-Programm. Da ist dann auch wirklich für alle was dabei. Sogar meine „Männer liebenden Männer“". Genaueres kann und will ich jetzt noch nicht preisgeben, dafür ist das noch zu früh. Fragt doch noch mal in ein paar Monaten nach oder schaut einfach auf meiner Webseite nach.

Dru Berrymore Bild 8Das deine Arbeit unbestreitbar auch mit dem Faktor: Qualität verbunden ist zeigt unter anderem auch die Verleihung des DUX Awards Bussels 2000 als beste deutsche Darstellerin. Was sind für dich noch weitere Ziele im beruflichen Leben?

Im Moment mache ich eine Ausbildung zur Psychotherapeutin und das damit verbundene Studium in den Staaten. Meine weitere Karriere als Darstellerin bzw. als Schauspielerin oder Moderatorin oder ähnliches werde ich gleichzeitig vorantreiben. Ich versuche auch endlich meinen Kalender, das Fotobuch und meine Biographie fertigzustellen. Die konstante Erneuerung der Webseite soll besser werden und ich will auch mehr mit meinen B-Movies machen oder mich auch wieder zum großen Mainstream verbessern. Auch sind gegen Herbst und Winter einige Auftritte in heimatlichen Gefilden geplant, damit die Fans nicht mehr ganz so lange warten müssen.

Arbeitest du lieber in Europa oder Amerika und weiche Ansprüche stellst du an deine eigenen Produktionen bzw. in welcher Hinsicht unterscheiden sie sich von anderen Produktionen?

Ich muss ganz ehrlich sein und sagen, dass ich lieber in Amerika arbeite. Das schon aus dem einfachen Grunde, das ich es vorziehe morgens zur Arbeit zu gehen und am Nachmittag oder Abend nach hause kommen zu können. Halt versuchen, ein halbwegs normales und geregeltes Leben zu führen.
In Europa ist das einfach nicht möglich. Da ist man auf engstem Raum mit Leuten zusammen ist, von denen man oftmals schon nach einem Tag genug hat. Auch das Ganze aus dem Koffer leben, ist auf Dauer nicht das Wahre.

Hast du im Hardcore-Bereich oder im privaten Bereich Vorbilder?

Ich will das mal so sagen, ich habe auch im privaten Bereich Vorbilder, die aus der Hardcore-Branche kommen. Da gibt es viele interessante Charaktere von denen man viel lernen kann. Ich fühle mich auch privilegiert, dass ich solche Leute kennenlernen und von ihnen lernen durfte. Unter anderem wären das Helen Duval, Kelly Trump, Ron Jeremy, Miss Sharon Mitchell, Hershall Savage, Alan Payer, Fred Coppular, und natürlich der große Marc Dorcel.

Dru Berrymore Bild 11Meinst du es wird irgendwann, aufgrund der Tatsache, dass Porno-Stars immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit geraten, noch mal ein Revival für Big-Budget Pornos geben?

Nein, Video hat die ganze Geschichte ins Anonyme und in die Wohnzimmer verdrängt. Mit dem heutigen Stand der Technik braucht man doch nicht mal mehr die Videotheken gehen. Man kann sich heute das gesamte Material, ohne einmal das Haus verlassen zu müssen, besorgen.
Außerdem hat die Branche immer noch, auch nach der gesamten Fernsehaufklärung, immer noch einen nicht allzu guten Ruf. LEIDER!! Außerdem ist Big-Budget Porn einfach nicht mehr möglich, denn der Markt ist einfach mit zu viel schlechtem und auch altem, wieder neu zusammengeschnittenem, Material verseucht und übersättigt. Heutzutage versucht fast jeder, der sich eine Videokamera leisten kann, Porno zu drehen und dann geht's berg ab, sowohl mit der Qualität als auch dem Absatzmarkt und allem weiteren.

Du bist ja seit fast 5 Jahren mit dem aus Kalifornien stammenden Rafe liiert. Diesbezüglich überrascht war ich auch als ich erfuhr, dass auch er ins Business einstieg und sogar in deinen Produktionen als Darsteller mitwirkte? Ich könnte mir vorstellen, dass das beziehungsmäBig nicht gerade eine einfache Entscheidung war. Ist es leichter, wenn beide Partner im Business tätig sind?

Nein, einfach war das sicher nicht, aber seit einiger Zeit sind wir sogar sehr glücklich verheiratet. Man muss sich halt sehr viel miteinander austauschen und noch viel mehr Akzeptanz und Selbstvertrauen haben. Ich muss jedoch dazu sagen, das ich es immer sehr. aufregend fand, dass er so schüchtern gewesen ist und absolut nichts mit der Branche zu tun hatte. Er hingegen fand unsere Beziehung ungleich, da ich sozusagen den ganzen Spaß hatte und auch noch dafür bezahlt wurde. Also sagte ich, dann versuche es einfach, wenn du denkst, dass es so einfach wie zu Hause ist. Nach dem ersten Dreh rief er an und entschuldigte sich, denn wie er feststellen musste, war das ein ganz schön harter Job. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Heutzutage unterstützen und ergänzen wir uns fantastisch, privat wie auch geschäftlich.

Wie kann man sich Drew Berrymore privat vorstellen? Eine normale Frau, wie jede andere auch, oder verkörperst du auch privat die Rolle einer Traumfrau mit ausschweifenden sexuellen Praktiken?

Ich glaube, ich bin nicht anders als andere Frauen auch. Wenn ich nicht vor der Kamera stehe, laufe ich selten mit Make-up rum, spiele gerne mit meinen Miezekatzen oder faulenze und beschäftige mich mit der Familie.
Ob und wie, oder das ich zur Traumfrau erklärt wurde, weiß ich nicht. Aber wie gesagt, was, ich mir in den 10 Jahren Karriere angeeignet habe, soll dann wohl auch privat ab und an zu Tage kommen. Aber was sind denn ausschweifende sexuelle Praktiken? Gemacht wird doch hoffentlich nur das, was Spaß macht, oder?! Jedenfalls hielt ich das, nicht immer, aber meistens so.

Dru Berrymore Bild 12Welchen Einfluss üben oder besser gesagt können heutzutage noch Fans auf den Erfolg eines Porno-Stars haben und wie wichtig sind für einen Star noch deren Wünsche und Ansprüche?

Ich glaube, ohne Fans wäre gar kein Absatzmarkt mehr da. Aber wer nun eigentlich ausgesucht und promotet wird, liegt doch bei den Firmen ganz alleine. Die Fans aber entscheiden wen sie annehmen und sehen wollen, und wen nicht. Ich liebe meine Fans und schreibe auch immer noch ganz alleine meine gesamte Fanpost. Daher dauert das auch immer etwas länger.

Womit beschäftigst du dich in deiner Freizeit?

Mit meinen Miezekatzen Lulu, Leo und Theo, sowie der Schule, Meditation und allem Spirituellem, meiner Schauspiel-Ausbildung und Workshops, meinem Mann und dem Rest der Familie, sowie Freunden, Yoga und Fitnesstraining, meinem Garten oder der Küche. Ich koche gerne, aber noch viel lieber lache ich!

Zum Schluss noch eine Frage bezüglich deiner geplanten Projekte: Kannst du noch genaueres über den Fotoband erzählen und wie lange werden die Fans dich noch vor der Kamera sehen können?

Der Fotoband, den wir schon angesprochen haben macht mir große Sorgen. Das Projekt erweist sich als viel zeitaufwendiger als geplant und insbesondere die Nachforschungen nach Material dafür sind doch schon erheblich.
Wie lange ich noch vor der Kamera stehe weiß ich nicht, aber wenn mich meine Fans noch sehen wollen, warum sollte ich dann aufhören?
Verändern wird sich alles irgendwann. Nur wann, das kann ich leider nicht sagen, denn das liegt nicht in meinem Ermessen. Danke für das Interview und alles liebe an alle meine Fans, eure Dru.

Tags: interviews, Erotikdarstellerinnen, Dru_Berrymore


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