Maren Beautte oder wie Girly Maren die USA entdeckt!

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Von München, mit Zwischenlandung im Ruhrpott, bis zu Max Hardcore in den Staaten, reicht der bisherige Höhenflug der jungen, deutschen Erotik-Darstellerin Maren Beautte. A new star is born?

Die Antwort ist ja, denn Maren hat doch in recht kurzer Zeit einen beachtlichen Aufstieg hinter sich gebracht: Der reicht vom „Girly Maren“ hinzu einer gefragten Darstellerin in größeren US-Serien. Auch wenn sie in Deutschland nicht den Status einer Kelly Trump oder Gina Wild erreicht hat, erfreut sie sich doch unter Insidern und Fans (u.a. für ihre Arbeiten bei SG VIDEO) einer großen Beliebtheit und ist somit auch hierzulande schon längst keine unbekannte Größe mehr.

Inzwischen lebt und arbeitet das sympathische „Girly“ schon seit längerem in ihrer neuen Wahlheimat Kalifornien, USA. Exklusiv gewährte sie uns uns im folgenden Exklusiv-Interview einen Einblick in ihr derzeitiges Leben.

Maren Beautte aka Girly Maren Bild 1 Erzähl uns doch bitte zuerst was über deine Person und wie Du in die Hardcore-Szene gekommen bist. Was waren Deine Beweggründe Pornos zu drehen?

Nach meinem Realschulabschluss hatte ich keine Ahnung, was ich Jobmäßig machen sollte. Mein Vater meinte, eine Ausbildung bei der Stadt München wäre doch toll. Das Ausbildungsgehalt war gut, man konnte eine geförderte Wohnung in München bekommen und so weiter… was mich letzten Endes dazu bewog, die Ausbildung anzufangen. Außerdem ergab sich so die Gelegenheit aus dem kleinen Dorf, in dem aufwuchs (in der Nähe von Hof), wegzukommen.
Nach meiner Ausbildung bei der Stadt München, habe ich dann als Beamtin einen stinklangweiligen 8 Std. Bürojob ausgeübt. Der Job hat mich ziemlich schnell gelangweilt, und daher fing ich an mir etwas neues, aufregenderes zu suchen. Ich wollte halt nicht lebenslänglich in diesem Job gefangen sein und versauern.
Somit fing ich dann in meiner Freizeit an für Aktfotorafen Model zu stehen. Dann lernte ich durch einen Freund einen Porno-Produzenten kennen, welcher mich wiederum einem großen und bekannten Produzenten im Ruhrgebiet vorstellte. Dieser war von meinem extrem jungen Aussehen begeistert und es startete die Serie „Girly Maren“.

Kannst du das Image „Girly Maren“ näher  erläutern?

Bei „Girly Maren“ handelt es sich, wie ich bereits zuvor kurz erwähnte, um eine von SG VIDEO produzierte Porno-Serie, die nur in Deutschland erhältlich ist.
In dieser Serie erlebe ich praktisch immer neue Abenteuer. Es steht da aber nicht so sehr der Sex im Vordergrund. Entscheidender ist da mehr, ich will es mal die „schauspielerische Leistung“ nennen. Halt der Faktor: jung und unschuldig.

Maren Beautte aka Girly Maren Interview Bild 2Du lebst und arbeitest nun schon seit einiger Zeit in den Staaten und kannst sicherlich am besten vergleichen, wo die Unterschiede in der Hardcore-Szene zwischen den USA und Deutschland liegen? Wo sind die Darsteller und die Produktionsbedingungen professioneller?

In Deutschland wird ‚härter‘ produziert, d. h., in Deutschland wird von den Darstellern und Darstellerinnen mehr verlangt. Es ist normal, dass eine deutsche Darstellerin anal macht, Double Penetration ist auch in Deutschland nix besonderes mehr. In Amerika wird auch viel mehr darauf geachtet, dass die Darstellerinnen in „guter Stimmung“ sind. Zum Beispiel haben viele Darstellerinnen eine Liste, mit welchen männlichen Darstellern sie arbeiten wollen und mit welchen nicht. Dies wird auch beim Dreh berücksichtigt.
Wohingegen man in Deutschland vorher eigentlich fast nie weiß, mit wem man arbeitet. Auch haben in den USA die weiblichen Darstellerinnen einen höheren Stellenwert als ihre männlichen Kollegen. Hier in den Staaten wird man normalerweise für eine Szene gebucht, wohingegen man in Deutschland für eine Tagesgage gebucht wird, d.h. man hat normalerweise zwei Szenen am Tag. Auch ist es hier in den USA einfacher an die „Talent copy“ zukommen, also an die Kopie des Filmes, in dem man mitgewirkt hat.

Wie siehst Du den Stand/Verlauf Deiner Karriere in Amerika und welche berufliche Zukunftsperspektive siehst du für Dich im HC-Biz?

Ich denke Zukunftsperspektiven sind auf jeden Fall da, kommt nur drauf an, was man selber will. Meiner Meinung nach kommt die mädchenhafte natürliche Art bei den Leuten gut an. Ich werde dem Porno-Business zu einem gewissen Teil treu bleiben, möchte aber auch in anderen Bereichen dazulernen.

Maren Beautte aka Girly Maren Interview Bild 3Könntest Du Dir auch vorstellen hinter der Kamera zu stehen oder in einem „normalen“ Film mitzuspielen?

Klar, vorstellen kann ich mir das. Für mich persönlich, finde ich es aber nicht so interessant hinter der Kamera zu stehen oder gar einen Film zu produzieren.

Was würdest Du sagen, bis zu welchem Punkt hinsichtlich des Erfolges, man eine Karriere als Porno-Star vorantreiben kann?

Das kommt auf jeden selber an. Man kann da Promotion mäßig schon einiges tun. Vor allem in den USA hat man hinsichtlich dessen mehr Möglichkeiten.
Dort ist es zum Beispiel sehr beliebt als Porno-Starlet in Nachtclubs kreuz und quer in den USA Tanzvorstellungen zu geben. Oder man kann Autogrammstunden in Videoshops geben, seinen eigenen Fanclub haben, etc., den ich natürlich auch habe.
Bei Interesse und für mehr Infos einfach an: Maren Beautte, P.O. Box 641006, Los Angeles Ca 90064 – 1006, USA schreiben.  

Wie siehst Du heutzutage den gesellschaftlichen Status von Personen aus dem Hardcore-Geschäft?

Ich denke durch die vielen Erotikmessen und Fernsehreportagen wird die Porno-Szene auf der einen Seite salonfähig gemacht.
Auf der anderen Seite herrscht aber immer noch eine Wand und Doppelmoral in den Köpfen vieler Menschen.

Maren Beautte aka Girly Maren Interview Bild 4Gibt es für Dich Tabus?

Ich tue nichts, womit ich nicht einverstanden bin oder mache Sachen bei denen ich mich unwohl fühlen würde. Ich werde niemals etwas mit Kaviar, Tieren oder Kindern tun.

Was hält Deine Familie und der Freundeskreis von Deiner Porno-Karriere?

Zuerst waren meine Eltern nicht so recht begeistert, da ich ja auch meinen ‚sicheren‘ und ‚guten‘ Job als Beamtin an den Nagel gehängt habe. Mittlerweile, glaube ich, sehen sie, wie glücklich ich damit mit, und somit sind sie auch zufrieden. Auch denke ich, dass sie mittlerweile stolz auf mich sind.
Meine Freunde haben meinen Weg von Anfang an akzeptiert. Nur weil ich mich entschieden habe Pornofilme zu drehen, bin ich ja kein anderer Mensch geworden.

Findest Du in Deiner Arbeit Dich auch selbst bestätigt?

Ja, ich ziehe aus meiner Tätigkeit Selbstbestätigung. Auch wenn ich einen Film drehe und mir vorstelle, dass sich dann später viele Männer darauf einen ‚runterholen werden, ist das schon ein zusätzlicher „Turn-on“.

Wie stehst Du zum Thema: Beziehung, oder gibt es vielleicht auch schon Zukunftspläne in Richtung Familie?

Das Thema: Beziehung/Partner ist für mich momentan nicht wichtig. Ich gehe meinen eigenen Weg und brauche auch viel Freiheit. Für einen Partner wäre das vielleicht manchmal schwer zu verstehen. Außerdem habe ich gute Freunde, zu denen ich immer gehen kann, wenn ich mich anlehnen möchte.
Auch das Thema: Familie steht für mich derzeit nicht im Vordergrund. Ich habe da andere Pläne für mein Leben. Daher glaube ich, dass sich die Frage nach Familie derzeit nicht für mich stellt. Aber wie sagt man so schön: Sag niemals nie.

Maren Beautte aka Girly Maren Interview Bild 5Verrätst Du uns Deine sexuellen Vorlieben?

Es kommt mir nicht so sehr auf die Technik an. Für mich ist es wichtiger, dass die Energie stimmt und eine gute Atmosphäre bei dem sexuellen Spiel herrscht. Auch finde ich wichtig, dass Phantasie dabei ist.

Gilt das jetzt nur für den beruflichen Part oder siehst Du das im Privaten auch so?

Das sehe ich eigentlich im beruflichen wie auch im privaten so.  

Inwiefern differenzierst Du zwischen Job und Privat und kann man das immer auseinander halten?

Ich trenne meinen Job schon vom privaten. Ich denke, das kann man auch. Ist halt mehr eine Kopfsache, was aber nicht heißen soll, dass man am Job keinen Spaß haben kann.

Wie stehst Du zum Thema AIDS?

Klar, AIDS ist schon ein Thema. Meiner Meinung nach, ist allerdings in der Pornobranche das Risiko geringer sich mit AIDS zu infizieren, als bei normalen Bekanntschaften.
Jeder Darsteller/in hat einen Aidstest, der nicht älter als 4 Wochen sein darf. Bei privaten Bekanntschaften hast Du ja nie einen Aidstest dabei, oder? In den USA ist sogar ein DNA-Test vorgeschrieben. Mit dem DNA-Test kann man bis zu einem Zeitraum von 3 Tagen genau feststellen, ob das Aidsvirus im Blut existiert. (Beim normalen Aidstest sind ja die letzten 6  bis 12 Wochen außen vor – Inkubationszeit des Virus im Blut).
Auch glaube ich, dass eine Infektion mit dem Aidsvirus nicht nur auf den Körperkontakt (Geschlechtsverkehr, etc.) zurückzuführen ist, sondern auch viel mit der mentalen Verfassung der Person zu tun hat.

Maren Beautte aka Girly Maren Interview Foto 6Was meinst Du mit mentaler Verfassung? Meinst Du damit, dass man sich aufgrund seiner mentalen Verfassung vor einer Infektion schützen kann? 

Ich denke, bei jeder Krankheit spielt die seelische Verfassung eine große Rolle. Wenn man schon seelisch angekratzt ist, ist man auch körperlich meist nicht in Höchstform. Dadurch ist das Abwehr-/Immunsystem angeschlagen. Dies macht es leichter sich mit gewissen Krankheiten zu infizieren. Auch spielt für mich die Denkweise eine große Rolle. Wenn ich mich z.B. mit Grippekranken umgebe und denke „Oh, jetzt werde ich auch krank“, dann habe ich auch schon fast eine Grippe…

Das halte ich aber für eine sehr gewagte These, daher lass‘ uns mal zu seichteren Themen wechseln. Was sind Deine Hobbys?

Ich habe jetzt hier in Amerika eine Ausbildung als Massage-Therapeutin abgeschlossen und möchte das gerne als meine zweite Laufbahn nebenbei starten. In diesem Bereich gibt’s allerdings noch viel dazu zu lernen, wie z.B. Thai-Massage, lomi lomi, Arbeit mit Charkas und so weiter. Ich habe jetzt gerade einen Kurs besucht, indem ich Massage mit heißen Lavasteinen erlernt habe.
Auch treibe ich gern Sport, gehe jeden Tag ins Fitness-Studio, mag Kajaking, Rollerblading oder einfach in der Sonne und am Strand ausspannen.
Auch lese ich gern. Ich schätze gute Unterhaltungen, neue Gesichtspunkte, Eindrücke und Erfahrungen sehr.

Das hört sich alles danach an, als ob Du längere Zeit in den Staaten verweilen willst?

Ja, Deutschland bringt mir nix mehr, jedenfalls momentan nicht. Deutschland könnte für mich wieder interessant sein, wenn ich mich zur Ruhe setzen will.

Maren Beautte aka Girly Maren Interview Bild 7 Wie siehst Du die Zukunft des Hardcore-Films? Wird es ein Revival des Hardcore-Spielfilms geben und werden die Budgets steigen?

Ich glaube, die goldenen Zeiten des Porno sind erst mal vorbei. Es drängen immer mehr Darsteller/innen auf den Markt, vor allem aus Osteuropa (Ungarn, usw.) und diese sind halt auch bereit für immer niedrigere Gagen zu arbeiten. Auch werden die Budgets bestimmt nicht mehr steigen. Durch die vielen Pornomessen und das Überangebot an Filmen sind die Leute auch, meiner Meinung nach, übersättigt. Auch denke ich oft, das dass Angebot an den Wünschen der Konsumenten vorbei geht.

Kennst Du den Film „Boogie Nights“?

Glaube schon, den Film gesehen zu haben. Ich kann mich aber jetzt nicht mehr im Detail daran erinnern.

Wie hoch ist Dein durchschnittliches Drehpensum? Wie viele Arbeitstage hat Deine Woche?

Das ist ganz verschieden. Kann ich so direkt absolut nicht sagen. Auf jeden Fall sollte man in diesem Job sehr flexibel sein. Manchmal hab ich einen 14 Stunden Tag, manchmal hab ich eine Woche lang Pause. Natürlich sind da noch viele andere Sachen zu tun, als nur beim Dreh vorbei zuschauen. Ich hab auch noch eine eigene Webseite, die natürlich auch immer auf dem neusten Stand sein will. Dann beantworte ich meine Fanpost, usw., alles selbst.
Und auch hier in Amerika finden viele Messen statt, wo man Autogramme geben kann oder einfach vorbeischauen sollte. Also, im Moment ist mir bestimmt nicht langweilig.

Hast Du eigentlich selber jemals negative Erfahrungen im Business gemacht?

Zum Glück kenne ich nur einige Geschichten vom Hörensagen. Ich persönlich habe eigentlich bisher keine negativen Dinge erlebt.
Alles andere ist, glaube ich, nicht mein ‚Business‘ und da sollte man auch die Personen fragen, die es erlebt haben. Ich möchte nur soviel sagen, speziell im Porno-Business brodelt die Gerüchteküche.

Maren Beautte aka Girly Maren Interview Bild PrivatWie verlief die Zusammenarbeit mit Max Hardcore, der teilweise einen eher zwiespältigen Ruf genießt?

Ich habe bis jetzt so ca. 4 bis 5 mal mit Max zusammen gearbeitet und für mich lief es jedes mal gut. Ich denke, wenn man vor Drehbeginn genau sagt, was man macht und was nicht, dann hält sich auch jeder an die Absprachen. Falls ich im Film etwas nicht mag, sag ich’s auch. Ich denke einige Mädels (vor allem diejenigen, die neu im Business sind) trauen sich das nicht und somit kann’s dann Probleme geben.

Hast Du noch einen Überblick über die Anzahl Deiner Filme?

Nicht mehr so ganz. Ich versuche aber von allen Filmen, in denen ich mitgespielt habe, eine Kopie zu bekommen. Dies ist hier in Amerika viel einfacher als in Deutschland.

Mit welchem männlichen Darsteller hat Dir  die Arbeit am meisten Spaß gemacht?

Kann ich so pauschal nicht sagen. Kommt, wie gesagt, immer auf die Stimmung, den Partner und natürlich meine Verfassung an. Einer meiner Favoriten ist nach wie vor Steve Holmes.

Name: Maren Beautte (aka Girly Maren, Marin Bute)
Geburtstag: 08. August 1975 in der Nähe von München
Haarfarbe:  dunkelbraun
Augenfarbe: grünbraun
Größe: 1,60 m
Gewicht: 45 kg
Brust: 78
Taille: 62
Hüfte: 80
Schuhgröße: 7

Was ich mag:
Sonniges Wetter, Fitnesstraining, Yoga, Farben: Orange & Gelb, Sonnenblumen, Strand, Mountain-Biking, Skifahren, Fröhliche Menschen, Früchte

Was ich nicht mag:
Kaltes und regnerisches Wetter, Farbe Schwarz, Faul sein, Lügen, auf etwas lange warten
Maren Beautte aka Girly Maren Interview BildNachtrag zum Interview mit Girly Maren:

Maren Beautte wirkte allein in den Staaten von 1998 bis 2002 in knapp 80 Produktionen mit und arbeitete dort für nahezu alle großen und namhaften Firmen. Überwiegend handelte es sich dabei um Auftritte in etablierten Serien.

Der letzte uns bekannte Auftritt erfolgte 2002 in einer Produktion von Devils Films, die 2003 in Deutschland unter dem Titel „Black Devils – Nimm ihn bis zum Anschlag“ bei PARADISE FILM erschienen ist.

2004 erfolgte noch ein Auftritt in der FORBIDDEN-Produktion „Ripe #21: Cheryl D.“