Der Frauenarzt vom Place Pigalle stammt, wie zum Beispiel „Exzesse in der Frauenklinik“ und viele weitere Klassiker, aus der guten alten Zeit der deutsch-französischen Co-Produktionen von
Ribu.
Der Frauenarzt vom Place Pigalle
„Jeunes filles en chaleur à sodomiser“Genre: Erotik, Klassiker, Spielfilm
Land: Deutschland / Frankreich 1984
Laufzeit: 80 Minuten
Studio: Ribu Film
Regie: Michael Jean
Cast: Richard Allan, Uschi Karnat, Catherine Greiner, Lise Pinson, Marianne Aubert, Sarah B., Anne Baudoin, Domenique Irissou, Guy Royer, u.a.
Format: DVD, PAL 4:3, Stereo; VHS
Extras: Codefree, Slideshow, Trailer
Mit von der Partie ist natürlich wieder mal Richard Allan (aka Richard Lemieuvre) der in der Hauptrolle den Frauenarzt Dr. Moreau verkörpert. Und wie es sich für einen echten Ribu-Film gehört, wird auch in der ersten Szene direkt durchgestartet. Während der Mittagspause vergnügt sich Dr. Moreau erst mal mit der „süßen kleinen Maus“ Karina (Catherine Greiner), die praktischerweise auch noch seine Sprechstundenhilfe ist.
Doch auch Madame Moreau (Uschi Karnat) ist nicht ohne und besorgt es sich zu Hause mit einem Vibrator. Dermaßen actionlastig geht es auch sofort weiter: Während Dr. Moreau seine Rechtsanwältin besucht, um die nächste Nummer zu schieben, eilt Madame in die Praxis ihres Gatten, um sich von Carina nicht nur eine Vitaminspritze, sondern gleich noch eine Intimmassage verabreichen zu lassen.
Unterwegs wird Madame noch von ihrem Schwiegersohn in spe, Marcus (Dominique Irissou), heftig angebaggert, den sie jedoch erst mal links liegen lässt. Schließlich ist sie ja verheiratet und er der Verlobte ihrer Tochter Jasmin (Lise Pinson).
Dem Töchterchen geht es inzwischen gar nicht gut, da sie kurze Zeit später Marcus mit einem anderen Flittchen im Bett ertappt. Das folgende Mittagessen der Familie Moreau endet im Streit mit dem Töchterchen und Dr. Moreau beschließt, vor der Nachmittagsvisite, es noch kurz seiner Frau zu besorgen. Natürlich so, dass es auch die Haushälterin mitkriegt und vor Geilheit kaum noch zu bändigen ist.
Und so dreht sich das „Bäumchen-wechsel-dich“-Karussell munter weiter, während der Doktor den Rest des Tages mit diversen Patientinnen verbringt. Die Vielfalt der äußerst gewissenhaften Untersuchungen reicht dabei von der mannstollen Feministin bis zur S/M-Lady.
Zwischenzeitlich vertraut sich Jasmin ihrer Mutter an und beide beschließen, es Marcus mal so richtig heimzuzahlen. Resultat ist ein flotter Dreier, den Marcus offensichtlich eher genießt, als ihn als wirkliche Strafe für sein
heimlich Fremdgehen anzusehen. Nun gut, wer könnte das bei dieser Mutter und Tochter nicht nachvollziehen und ihm verübeln.
Doch auch Dr. Moreau muss sich einer Bestrafung unterziehen, da ihn die S/M-Patientin zum Hausbesuch bittet, was in einem Folterkeller endet. Dort wird er gleich von vier dominant-geilen Damen auf eine ganz besondere Art und Weise behandelt, bis am Ende der Szene der legendäre Spruch: „Ja, mach' mir den Drillbohrer!“ fällt.
Am Ende kommt es, wie es kommen muss: Dr. Moreau wandert, wegen Verführung von Patientinnen, in den Knast und Madame Moreau verwandelt mit Carina die Praxis in einen Massagesalon.
Regisseur
Michael Jean zählte zweifelsohne zu den Großen seiner Zunft und war neben diesem Klassiker noch für viele weitere bekannte und beliebte Hardcore-Produktionen von
Ribu verantwortlich. Dazu zählen unter anderem „Diamond Baby“, „Wild Playgirls“ oder „French Satisfaction“.
Richard Allen läuft hier in jeglicher Hinsicht wieder mal zur Höchstform auf. Das gilt allerdings erst recht für
Uschi Karnat, bei der man in dieser Produktion gar nicht weiß, welche Szene man mit ihr hervorheben soll, da einfach alle top sind.
Ziemlich heiß und vor allem im Doppel mit Uschi Karnat kommt auch
Catherine Greiner (aka Cathy Stewart) daher. Obwohl Catherine bereits 1994 verstorben ist, wird sie sicher vielen Pornofans mit dieser und ihren mehr als 80 weiteren Auftritten wohl auf ewig in anregender Erinnerung bleiben.
Alles in allem ist
Der Frauenarzt vom Place Pigalle ein echter Ribu-Klassiker mit stimmiger Rahmenhandlung, coolen Sprüchen, guten Darstellern und natürlich reichlich scharfen Sex-Szenen, wie es sie heutzutage leider gar nicht mehr (oder viel zu selten) gibt.