Deutsche Erotik-Industrie wünscht sich auch Finanzhilfe vom Staat

Erstellt am 19. Januar 2009 Geschrieben von Redaktion
Nachdem Hustler Gründer Larry Flynt mit seiner Forderung nach staatlichen Finanzhilfen für US-Adult Industrie provokativ vorpreschte, wünscht sich nun auch die deutsche Erotikindustrie finanzielle Unterstützung vom Staat.

Wirtschaftliche Hilfe wäre sinnvoll“, sagte Uwe Kaltenberg vom Bundesverband Erotik-Handel gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die Branche bestehe vor allem aus kleinen und mittelständischen Betrieben, die finanzielle Hilfen gut gebrauchen könnten, etwa für Fortbildungen.

Dabei sei Sex ein Grundbedürfnis des Menschen, wie es ähnlich auch Larry Flynt formulierte, als er in den USA Anfang Januar in den USA nach den Banken und Autofirmen ebenfalls staatliche Finanzhilfen in Höhe von fünf Milliarden Dollar für die Pornoindustrie gefordert hatte.

Allerdings geht Kaltenberg nicht davon aus, dass die Politik dem Wunsch der Pornobranche nachkommt. „Die Rettung von Opel ist für eine Wahl eben besser als die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Betrieben unserer Branche“, sagte Kaltenberg.

Dem Bundesverband Erotik Handel (BEH) gehören 365 Mitglieder an, darunter befinden sind neben Ladengeschäfte und Großhändlern auch Pornofilm-Produzenten. Gerade die Filmproduzenten, würden laut Kaltenberg, massiv unter der Konkurrenz aus dem Internet leiden: „Der deutsche Pornofilm ist stark rückläufig.“


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