AIM hebt in den USA Darsteller-Quarantäne auf!

Die Leitung der amerikanischen AIM (Adult Industry Medical Health Care Foundation) teilte nun offiziell mit, dass die bestehende Quarantäne-Verordnung wieder aufgehoben wurde. Seit Verhängung der Quarantäne Anfang Juni wurde allen betroffenen Darsteller doppelt und negativ getestet.

Quarantäne begann im Juni mit „Patient Zero“

AIM LogoDie Quarantäne wurde Anfang Juni ausgerufen als der „Patient Zero“, dessen Identität nicht bekannt wurde, positiv getestet wurde. Der Fall wurde am 6. Juni öffentlich als der „Patient Zero“ einen Tag zuvor eine Szene mit einem 37-Tage alten Test drehte. Nach Beteuerungen aller renommierten Produktionsfirmen würde man Darsteller mit einem so alten Test niemals am Set arbeiten lassen.

Wie die AIM weiterhin mitteilte, seien von der Quarantäne zwischen 12 und 25 Personen betroffen gewesen. Dabei habe es sich jedoch auch um Privat-Personen gehandelt, die mit Patient Zero teilweise über einen dritten und vierten Kontakt in Verbindung gewesen sein. Der Fall wurde auch von den kalifornischen Gesundheitsbehörden überprüft und begleitet.

Brooke Hunter
, Leiterin der AIM, teilte gegenüber dem US-Magazin XBIZ mit, dass die ganze Angelegenheit eine Schande (für die Produktionsfirma) und natürlich eine Tragödie für denjenigen sei, der positiv getestet werde. Das Gute an der Sache sei aber zumindest die Tatsache, dass alle Partner negativ getestet wurden und wieder ruhigen Gewissens arbeiten könnten.

Die Adult Industry Medical Health Care Foundation:

Die AIM, Adult Industry Medical Health Care Foundation, ist eine nicht kommerzielle Organisation in den USA, die über 1.000 Pornodarsteller alle 14-Tage auf eine HIV-Infektion und weitere sexuell übertragbare Krankheiten untersucht. Weiterhin bietet die AIM Hilfe und Therapien bei Problemen mit den Partnern, Alkohol und Drogen an.

Sitz der AIM Health Care Foundation ist das San Fernando Valley in Los Angeles, wo auch ein Großteil der amerikanischen Pornofirmen und –Produktionen angesiedelt ist. Aufgrund der Arbeit von AIM, sowie der Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden und Selbstverpflichtung der großen US-Pornoproduktionen können Darsteller, ohne ein aktuelles Zertifikat der AIM, nicht arbeiten, da sie an den Sets nicht akzeptiert werden.

Die Arbeit der AIM ist auf die AIDS-Fälle seit den 80er-Jahren zurück zu führen. Als dann Ende der 90er Jahre ein Darsteller sechs weitere Darstellerinnen infizierte gründete Sharon Mitchell die Organisation durch eine Stiftung.
Sharon Mitchell war selbst zuvor eine der bekanntesten Pornodarstellerinnen, die nach ihrer aktiven Karriere Gesundheitswissenschaften (Magister) und Sexualwissenschaften (Ph. D. der American University of Sexologists) studierte.

Mit der Arbeit und Kontrolle der AIM etablierte man in den USA ein System, indem jeder Darsteller regelmäßig untersucht wird und jeder sexuelle Kontakt, den er oder sie hatte, registriert wird. Sollte es positives Testergebnis geben, wird jeder Sexualpartner der letzten sechs Monate kontaktiert und erneut getestet werden. Somit hat das System wesentlich zu einer niedrigeren Infektions- und HIV-Übertragungsrate beigetragen. Nach Auskunft der AIM sei zwischen 2000 und 2004 kein Test positiv ausgefallen.