Privatschule zur Sexerziehung frühreifer Töchter

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Unter dem etwas sperrigen Titel „Privatschule zur Sexerziehung frühreifer Töchter“ legte Herzog Video den US-Klassiker „Privat Schoolgirls“ aus dem Jahre 1983 bestens restauriert neu auf.

Privatschule zur Sexerziehung frühreifer Töchter DVD Cover„Private School Girls“ mit US-Pornostar Shauna Grant

Bedeutendster Umstand hinsichtlich des Klassik-Aspektes von „Privatschule zur Sexerziehung frühreifer Töchter“ ist neben dem Alter der Produktion vor allem auch die Tatsache, dass hier Shauna Grant einen ihrer besten Auftritte hatte. Zumindest soweit ich das sagen kann und einige ihrer insgesamt ca. 60 Produktionen (1981-1984) gesehen habe.
Die Karriere des ehemaligen Hustler-Girls endet ja, aufgrund eines Missgeschickes im Umgang mit einer Schrotflinte, im Alter von gerade mal 21 Jahren recht tragisch. Man könnte es aber auch guten Gewissens als Selbstmord bezeichnen.

Was den Film selbst anbelangt, lässt sich noch festhalten, dass der von J. Angel Martine stammt. Die hat in den Jahren von 1978 bis 1987 zwar in Anführungsstrichen nur 10 Filme inszeniert hat, doch darunter mit „Miami Vice Girls“ (Red Light, 1985), „Sex Styles Of The Rich And Famous“ (Video-X-Pix, 1985) und „Young And Innocent“ (VCX, 1982) einige weitere interessante Werke ins rechte Licht gesetzt hat.

Inhaltlich bedient „Privatschule zur Sexerziehung frühreifer Töchter“ das gleiche Metier, wie die Fülle an deutschen Produktionen zur gleichen Zeit, nämlich die Thematik der beliebten Schulmädchen. Allerdings fällt hier auf, dass man viel weniger Außenaufnahmen zu sehen bekommt und ein Großteil der US-Produktionen in Innenräumen spielt. Dabei ist das filmische Niveau der Produktion ungleich höher und vor allem die Dialogszenen sind im Vergleich recht ausgiebig inszeniert.
Der Produktion ist, wie vielen anderen aus der damaligen Zeit, durchaus noch anzumerken, dass man noch den Anspruch einen echten Film machen zu wollen mit sich trug. Dennoch kommt hier der Sex mit insgesamt sieben Hardcore-Szenen keinesfalls zu kurz. Leider handelt es sich dabei stets um Paarszenen und Shauna Grant ist insgesamt nur in zweien dabei, wofür sie jedoch im eigentlich Film die Anführerin mimt.

Shauna Grant, in der Rolle der Caroline, fliegt nämlich nach etlichen Verwarnungen und dem Umstand, dass sie der kompletten Schulmannschaft einen geblasen hat von der Schule. Vor allem, nachdem sie sich im Anschluss von einem Mitschüler zu einer schnellen Nummer im Jungen-Klo überreden lässt, und prompt vom Direktor ertappt wird. Ihre Mutter verfrachtet sie daraufhin in besagte Privatschule, wo es noch mehr Mädels aus reichem Haus gibt; die es allesamt nicht weniger faustdick hinter den Ohren haben. Sie alle wollen viel lieber bumsen statt büffeln und die streng konservative Direktorin (im Rollstuhl und mit wehender US-Flagge) ist da nur das I-Tüpfelchen der Bevormundung. Doch Caroline lehnt sich selbstbewusst dagegen aufzulehnen und findet damit als die „Neue in der Klasse“ Beachtung bei ihren Mitschülerinnen und Leidensgenossinnen.
Die einzige Hoffnung, die den jungen wie geilen Mädels in diesen harten Zeiten bleibt, ist der geplante Besuch eines Rockkonzertes in der Gegend. Der im Hintergrund mehr oder offensichtliche Aspekt der Moral-Kritik dürfte dem aufgeschlossenen Zuschauer nicht verborgen bleiben. Man hatte in den damaligen Pornofilmen ja teilweise durchaus noch das rebellische Anliegen dem Zuschauer mehr als puren Sex zu vermitteln. Dies spiegelt sich unter anderem auch in den Themen Sex und Rock ‘n’ Roll wieder. Die verklemmten Moralvorstellungen der Schul-Direktoren und Carolines Mutter eingeschlossen.
Die Mädels lassen sich jedenfalls so einiges einfallen, um an das Geld für den Konzert-Besuch zukommen. Das reicht vom Sex mit dem spannenden, ewig geilen verstörten Hausmeister bis hin zu einem heimlichen Pornodreh und dem Verkauf des Films an einen schmierigen Porno-Produzenten mit Mafia-Background. Doch die Mädels haben irgendwie immer Pech, bis es am Ende durch einen sehr konstruierten Zufall doch noch zum Glück und Ausbruch aus dem Schulalltag kommt.

Wer auf US-Pornos aus den 80er Jahren steht, sollte sich auch dieses Werk nicht entgehen lassen: Bietet es doch neben Shauna Grant noch einige weitere sehenswerte Girls in ansprechenden Szenen sowie eine unterhaltende Story.
Neben Shauna Grant und Veronica Hart (Non-Sex) gibt es auch noch ein Wiedersehen mit Sharon Kane (aka Alice Wray, Shirley Woods, Shirley Wood, Sharon Cane, Sharon Cain, Jennifer Walker, Jennifer Holmes, Sheri Vaughan, Sharon Maiberg) zu feiern. Die 1956 geborene Dame dürfte einigen aus ihren knapp 800 Szenen (worunter allerdings auch viele Lesben und Non-Sex-Szenen) mehr als bekannt sein und hat auch als Regisseurin für Harmony und Bizarre diversen Bondage-Produktionen Leben eingehaucht.


Privatschule zur Sexerziehung frühreifer Töchter

Originaltitel / Alternativtitel: Private Schoolgirls
Genre: Erotikfilm, Porno Spielfilm, Pornofilm Klassiker 
Land / Jahr: USA 1983
Laufzeit: ca. 80 Min.
Studio / Vertrieb: Caballero Home Video / Herzog Video
Regie: J. Angel Martine
Erotik Darsteller: Athena Star, Mandy Jo, Sharon Kane, Shauna Grant, Tara Aire, Ashley Moore, Dan Stephens, Dick Howard, u.a.
Format (Bild + Ton): DVD (PAL) 4:3, Deutsch, Codefree
DVD Extras: Trailer